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Krakau. World of TUI persönlich

September 2012

Wir, eine kleine Reisegruppe von zehn Personen, eroberten an einem verlängerten Wochenende gemeinsam mit Sibylle Georgi und Robert Neumann die königliche Hauptstadt Polens.

Auf dem Flughafen in Krakau erwartete uns Agnes, unsere örtliche Reiseleiterin, mit „Witamy w Krakowie“ (Herzlich Willkommen in Krakau) und begleitete uns in einem Kleinbus zu unserem in der Nähe der Altstadt gelegenen eleganten Radisson-Hotel.

Auf einem ersten Stadtrundgang brachte uns Robert „seine Stadt“ näher.

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Tuchhallen

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Säulengang Tuchhallen

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Slowacki Theater

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Marienkirche und Hauptplatz

Nach einem leckeren Mittagessen im „Camelot“ mit polnischen Spezialitäten… und einem Überraschungskonzert im Gewölbekeller ….

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Camelot Innenhof

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Konzert im Gewölbekeller

…besuchten wir am Nachmittag das im Jahr 2011 eröffnete unterirdische Stadtmuseum „Podziema Rynku“, das sich unter dem Marktplatz Rynek Główny befindet. In fünf Meter Tiefe unternahmen wir eine multimediale Zeitreise bis in die Frühgeschichte,denn archäologische Ausgrabungen hatten an dieser Stelle Tausende verschiedene Objekte zu Tage befördert.

Nach dem Abendessen  im „Cyrano de Bergerac“, dem besten Franzosen der Stadt,  machten wir noch einen kleinen Bummel über den Rynek Główny.

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Cyrano de Bergerac

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Krakauer Nachthimmel

Königsweg und jüdisches Viertel Kazimierz

Am Vormittag verfolgten wir in der Altstadt auf dem Königsweg die Spuren der polnischen Könige. Die Altstadt wurde übrigens 1978 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Einzug ins königliche Krakau erfolgte vom Norden her durch die gotische Barbakane und das Floriantor.  Die Barbakane gilt als Perle der polnischen Wehrarchitektur und zählt zu den schönsten unter den wenigen in Europa erhaltenen Bastionen.

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Marienkirche

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Stadtmauer

Am Floriantor bewunderten wir die Reste der noch erhaltenen alten Stadtmauer mit den Wehrtürmen. Die übrige Stadtmauer wurde durch einen Grüngürtel – die Planty – ersetzt, der nunmehr den alten Stadtkern umgibt.

Der Königsweg führte uns über die Floriańska-Straße, den Rynek Główny, die Grodzka- und die Kanonicza-Straße zum südlich gelegenen Wawelberg. Vorbei ging es an den Tuchhallen und der Marienkirche, an Bürgerhäusern mit Renaissancefassaden, klassizistischen und barocken Gebäuden, der Peter- und-Paulskirche bis zum Königsschloss und der Kathedrale auf dem Wawelberg.

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Kanonicza-Straße

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Grodzka-Straße

Unsere „Mittagspause“ nutzten wir, um etwas für unsere Lieben zu Hause zu erwerben. Wir fanden in der Grodzka das sehr schöne Delikatessengeschäft „Krakowski Kredens“, das traditionelle galizische Produkte führt. Die Auswahl ist groß und für jeden Geschmack ist etwas zu haben: Süßes und Herzhaftes, Tee und Kaffee bis hin zu  alkoholischen Getränken.

Am späten Nachmittag stand das jüdische Viertel Kazimierz auf unserem Programm. Wir fuhren mit Pferdekutschen in das früher selbständige Städtchen, das im Südosten außerhalb der Stadtmauern – den heutigen Planty – liegt und bis an die Weichsel reicht.

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Reisegruppe Krakau

Für Einheimische und Touristen ist Kazimierz wegen seiner Künstlerszene und jüdischen Traditionen ein absolutes Muss. Auf einem Spaziergang lernten wir dieses Viertel näher kennen. An den vielen Kirchen und Synagogen erkennbar, lebten hier bis zum 2. Weltkrieg Katholiken und Juden in enger Nachbarschaft. Der jüdische Bevölkerungsanteil war einst hoch. Durch Vertreibung und Holocaust ist dieser Anteil sehr dezimiert worden. Heute leben hier nur noch etwa 150 vor allem ältere Juden. Wir kamen auch an den Gebäuden vorbei, wo Spielberg seinen Film „Schindlers Liste“ gedreht hat.

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Jüdisches Viertel

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Jüdisches Viertel

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witzige Blumendeko

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Blumendeko neu präsentiert

Im ehemaligen Badehaus, dem heutigen Restaurant „Klezmerhojs“, aßen wir bei live music zu Abend. Es gab jüdische Spezialitäten. Nach diesem erlebnisreichen Tag waren wir dann doch etwas fußmüde und leisteten uns daher ein Taxi, das uns zu später Stunde innerhalb weniger Minuten zurück ins Hotel brachte.

Salzbergwerk und Wawelberg

Zu den Attraktionen Krakaus gehört auch das in der Nähe gelegene Salzbergwerk in Wieliczka, dessen Anfänge bis in das Mittelalter reichen. Es wurde 1978 ebenfalls in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. 1993 wurde die Salzförderung eingestellt dient seither nur noch dem Tourismus und als Sanatorium. Am Vormittag besichtigten wir das Salzbergwerk. 380 Stufen führten uns in eine Tiefe von etwa 130 Metern. Dort begann unsere etwa drei Kilometer lange, etwa zweistündige Reise in die Vergangenheit des Salzbergbaus. Wir kamen vorbei an Bergleuten aus Salz, die das Arbeitsleben unter Tage darstellen, und an authentischen Bergwerkzeugen. Wir sahen auch Kammern mit unterirdischen Salzseen und Kapellen mit Altären und Statuen aus Salz. Sogar Johann Wolfgang von Goethe, der dem Bergwerk einst einen Besuch abstattete, fehlte nicht. Die älteste existierende unterirdische Kapelle ist die aus der Barockzeit stammende Sankt-Antonius-Kapelle. Auch die prachtvollen Kronleuchter wurden aus Salz hergestellt und stehen in Nichts den Kristallleuchtern nach. Am Ende unserer Wanderung brauchten wir für den Aufstieg nicht die Treppe zu nehmen, denn ein Fahrstuhl beförderte uns wieder an das Tageslicht.

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Kathedrale aus Salz

Am frühen Nachmittag erwartete uns Agnes dann zu einer Besichtigung des Königsschlosses und der Kathedrale. Auch der Wawel gehört seit 1978 zum Weltkulturerbe. Die Bezeichnung Wawel leitet sich vermutlich von wąwóz ab, was Schlucht oder Hohlweg bedeutet. Der Wawel gehört zu einem Karstgebiet. Hier hauste in einer Höhle der Legende nach einst ein Drachen, der von dem Schuster Krak besiegt wurde. Auf dem Weg zum Wawelberg kamen wir an einer Bronzeplastik, dem Waweldrachen, vorbei, der sich noch heute wehrt und zu bestimmten Zeiten Feuer speit – vor allem für Kinder ein Anziehungspunkt.

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Drache als Wahrzeichen

Das Königsschloss wurde im 16. Jahrhundert im Renaissancestil anstelle des abgebrannten gotischen Schlosses errichtet und wurde Sitz der Jagiellonen-Dynastie. Im Schloss beeindruckten uns die farbenprächtigen Wandteppiche und Wandmalereien, die Marmorfußböden und die Kassettendecke im Audienzsaal mit ihren geschnitzten, teils grotesken Köpfen. Am Ende des Rundganges statteten wir noch Leonardo da Vinci’s „Dame mit dem Hermelin“ einen Besuch ab. Sie befindet sich zurzeit in einem gesonderten Raum des Gebäudekomplexes. Wer die Ausstellung „Gesichter der Renaissance“ in Berlin verpasst hatte, bot sich hier erneut die Gelegenheit, das berühmte Frauenportrait zu betrachten.

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Innenhof Königsschloss

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Kathedrale

Dann besichtigten wir noch die Kathedrale. Die polnischen Könige wurden hier gekrönt und nach ihrem Tode beigesetzt. August der Starke, Kurfürst von Sachsen…u.a. fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Zugleich ist die Kathedrale auch die wichtigste nationale Gedenkstätte Polens. Hier befinden sich Grabmäler von großen polnischen Nationalhelden wie Adam Mickiewicz und Tadeusz Kosciuszko. Zu den Sehenswürdigkeiten der Kathedrale gehört der Sigismund-Turm mit der berühmten Sigismund-Glocke. Sie wiegt elf Tonnen. Wer mit der linken Hand den Schlägel der Glocke anfasst und sich etwas wünscht, dessen Wunsch geht in Erfüllung. Das ließen wir uns natürlich nicht nehmen und machten einen Versuch!

Das Abendessen nahmen wir in dem rustikalen Restaurant „Pod Aniolami“ (Unter Engeln) ein. Danach zog es uns zu später Stunde noch zu einem Absacker in das uns schon bekannte „Camelot“. Danach schlenderten wir gemütlich zurück in unser Hotel.

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Camelot Terrasse

Jagellonen-Universität und Bootsfahrt

Am Vormittag besichtigten wir das Collegium Maius der im 14. Jahrhundert gegründeten, Krakauer Universität. In diesem ehemaligen Hauptgebäude ist heute das Universitätsmuseum untergebracht. Zugänglich für die Öffentlichkeit sind die Bibliothek, die Aula und die im Obergeschoss befindlichen Wohnräume für Professoren. Zu sehen sind auch die Instrumente des berühmten Astronomen Nikolaus Kopernikus, der hier im 15. Jahrhundert studierte. Er beschrieb das heliozentrische Sonnensystem, bei welchem sich die Erde um die eigene Achse und wie die anderen Planeten auch um die Sonne bewegt. Auch Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II., studierte hier. Das Collegium Maius besitzt einen wunderschönen gotischen Innenhof, der von Arkadenbögen umgeben ist. Von hier aus kann man noch eine weitere Attraktion bewundern: das mechanische Uhrwerk mit einem Umzug von beweglichen Figuren zu bestimmten Zeiten. Wir erlebten das Schauspiel um 13:00 Uhr.

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Innenhof Collegium Maius

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Bibliothek

Einige von uns entschlossen sich noch zu einer Bootsfahrt auf der Weichsel, ich gehörte auch dazu. Andere wollten ihre letzten Einkäufe erledigen oder die Altstadt noch einmal genauer erkunden. Die Weichsel windet sich auf 30 Kilometer Länge in Ost-West-Richtung durch Krakau. Am Fuße des Wawelberges, unterhalb des Waweldrachens, befindet sich die Bootsanlegestelle.

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Bootstour auf der Weichsel

Nach anderthalbstündiger Bootsfahrt begaben wir uns zurück in unser Hotel, holten unser Gepäck und traten gegen 17:00 Uhr unsere Heimreise an.

Unser sehr schöner interessanter und erlebnisreicher Aufenthalt in Krakau war leider schon  zu Ende.

Da hilft nur eins: Wiederkommen – Dowidzenia, Krakow!

Ihre Sibylle Georgi

Autorenteam und Bilder: Dr. Jutta Dürkop, Regina Pickert und Sibylle Georgi

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