Top 5 Reisetrends 2021 - der Tourismus im Wandel der Zeit

Wir Menschen träumen davon zu reisen. Und eines ist sicher, das wird auch so bleiben. Denn das Erkunden und Entdecken ist Teil unseres Seins. Wir streben danach Orte zu besuchen, die uns eine neue, eine ungewohnte Welt zeigen. In neuen Umgebungen, mit neuen Eindrücken und Erlebnissen können wir den Alltag vergessen. Bereits die Vorfreude macht uns glücklich und unsere Erinnerungen wecken die Sehnsucht nach immer neuen Reisen und Erlebnissen.

Reisetrend No. 1: Stargazing – Sternenbeobachtung an fantastischen Orten

Ein leuchtendes Band aus Milliarden von Sternen über den nächtlichen Himmel – die Milchstraße. Sehen können wir sie aber immer seltener. So leben in Europa 99 Prozent der Menschen in Gebieten mit relativer Lichtverschmutzung und sogar 60 Prozent der Menschen können die Milchstraße gar nicht mehr sehen. Doch es gibt sie noch, die Orte, an denen der Sternenhimmel in seiner vollen Pracht, in seiner ganzen Dimension sichtbar wird.

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Weite Teile von Schweden, Norwegen und Schottland gehören zu den dunkelsten Plätzen Europas. In Deutschland sind das Westhavelland nordwestlich von Berlin und die Rhön ausgewiesene Dark Sky Reserves. Der Nationalpark Eifel und die Winklmoosalm in den bayerischen Alpen zählen zu den Dark Sky Parks (Sternenparks).

Regionen die sich die Auszeichnung verdienen wollen, müssen Maßnahmen wie den Verzicht von LED-Straßenbeleuchtung treffen – wenn sie nicht das Glück haben, in ohnehin begünstigten Gegenden zu liegen. Unter www.darksky.org gibt es eine interaktive Karte der dunkelsten Plätze der Welt. Die besten Hotels mit Sternenblick finden Sie hier.

Reisetrend No. 2: Die ruhigsten Plätze der Welt

Einen Ort frei von menschengemachtem Lärm zu finden, ist eine Herausforderung, selbst an Orten, die wie die Mitte des Nirgendwo erscheinen. „Eines der größten Probleme ist der Verkehrslärm“, so die Europäische Umweltagentur (EUA) und weiter: „Wir haben uns an ungesunde Lärmpegel in Städten gewöhnt, doch kann die chronische Lärmexposition zu Störungen des Schlafs und Wohlbefindens, Bluthochdruck und sogar Schlaganfällen führen.“

Was in Europa der Fall ist, ist es auch in den USA. Gordon Hempton, wohnhaft im US-Bundesstaat Washington, sieht es als seine Aufgabe, den Menschen bewusst zu machen, wie wertvoll Stille ist. Der Akustikökologe rief dafür die Organisation Quiet Parks International ins Leben, reist um den Globus und zeigt auf www.quietparks.org die Plätze, die zu den ruhigsten der Welt zählen. Wilderness Quiet Parks und Urban Quiet Parks sind dort zu finden, Marine Parks und sogar Hotels sollen demnächst folgen und selbst Quiet Experiences gibt es wie z.B. geführte Wanderungen auf der dänischen Insel Fanø, im portugiesischen Sintra, in Italien, Kanada, USA und anderen Plätzen.

Nach den ersten Corona-Schließungen hat Gordon Hempton beobachtet: „Als Folge des COVID-19 Lockdowns ist etwas Einzigartiges passiert: Viele Menschen kennen jetzt Ruhe.“ Unsere Ideen für die ruhigsten Orte der Welt finden Sie hier.

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Wer einmal einen „richtigen“ Sternenhimmel gesehen hat, wird dies so schnell nicht vergessen. Tourismus-Verbände und auch Luxushotels beziehen daher das Stargazing (klingt viel schöner) in ihre Erlebnis-Angebote mit ein. Und wir haben damit für Sie ein weiteres und wunderbares Thema aus der Rubrik „Faszination des Reisens“.

Reisetrend No. 3: Megatrend E-Bike

Wenn der Frühling kommt, treten die Deutschen wieder in die Pedale. Und das immer mehr mit Unterstützung eines Elektromotors. 2019 waren ein Drittel aller verkauften Fahrräder E-Bikes – ein Plus von 39%. Bei Mountainbikes macht der Anteil der E-Bikes bereits 63% aus. Und der Trend setzt sich fort: Die neuesten Zahlen sprechen von einem Verkaufsplus bei E-Bikes von knapp 16% im ersten Halbjahr 2020. Laut einer Studie aus dem Jahr 2019 liegt das Durchschnittsalter der E-Biker Nutzer bei 48,1 Jahren ( Europäisches Forschungsprojekt „Physical Activity Through Sustainable Transport Approaches“).

All diese Zahlen weisen sehr deutlich darauf hin, den Trend in die Kundenansprache mit einzubeziehen. Was sich E-Bike Fahrer im Urlaub wünschen, sind Elektro-Zapfsäulen im Hotel für das eigene Fahrrad oder einen E-Bike Verleih. Die besten Luxushotels für E-Biker finden Sie hier.

Reisetrend No. 4: Außergewöhnliche Erlebnisse

Die Zeiten, in denen man sich entscheiden musste, auf „eigene Faust“ fremde Kulturen und lokale Erlebnisse und Erfahrungen für sich zu erobern oder alternativ einen Erholungsurlaub am Strand zu machen, sind vorbei. Vorausschauende Marken, besonders im Luxussegment, haben früh erkannt, dass sie ihre Produkte mit einem Mehrwert aufladen sollten, der für reiseerfahrene Gäste immer wichtiger wird. Denn wohlhabende Millenials haben bereits in jungen Jahren viel von der Welt gesehen und erlebt. Babyboomer im Laufe ihres Lebens sowieso. Der Trend zu Erlebnis und Erfahrung zeigt sich darin, dass Hotel- und Resorturlaube mit möglichst außergewöhnlichen „Experiences“ angereichert werden, um Kunden Mehrwert und Zusatznutzen zu bieten. Zudem verzeichnen Reiseformen wie Safaris oder Expeditions-Kreuzfahrten große Zuwächse.

Foto: Fotolia

Im Luxe Report 2019 erforschte das weltweite Luxusreisebüro-Netzwerk Virtuoso die Reisemotive der Gutsituierten anhand von Buchungsdaten. Platz 1: Neue Destinationen, Platz 2: Die Bucketlist abarbeiten, Platz 3: Authentische Erlebnisse. Auf den Folgeplätzen kommen Erholung und Entspannung und Zeit mit den Liebsten zu verbringen. Auf der jährlich stattfindenden Luxusreisemesse ILTM sagen sogar 75 Prozent der Aussteller, dass einzigartige Reisen oder Erlebnisse einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die Kaufentscheidung von Luxusreisenden sind. Ganz besondere Erlebnisse haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Reisetrend No. 5: Achtsamkeit

Wo sich alles immer schneller dreht, wo nur noch Leistung gefragt ist und wo die Digitalisierung fast alle Branchen und Berufe folgenreich verändert oder gänzlich neu entwickelt, da entsteht ein wachsender Gegentrend hin zur Entschleunigung, zum Innehalten und der Suche nach neuen „alten“ Werten.

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Bereits im Jahr 2016 hat das Zukunftsinstitut dem Trend der Achtsamkeit eine große Zukunft vorausgesagt. Erstaunlich einerseits, lehrte Buddha die Achtsamkeit doch bereits vor über 2.600 Jahren. Doch gar nicht erstaunlich, wenn man einen Blick auf die heutige Gesellschaft und ihre Begleiterscheinungen wirft. Wir leben in einer Welt, die überfüllt ist mit Meldungen, Meinungen, Erregungen, Krisen, Katastophen und Ängsten. Das Internet verändert unsere Wahrnehmung. Klickraten sind die neue Währung und (nicht nur) die Medien wissen, wie man sie erhält. Skandale, Negativität und Übertreibungen bestimmen die Nachrichtenwelt (Buchtipp: Hans Rosling „Factfulness“).

Die Antwort darauf ist der Rückzug ins Innere, die Besinnung auf sich selbst. Achtsamkeit geht einher mit dem Selbst: Selbst-Bestimmtheit, Selbst-Wirksamkeit, Selbst-Vertrauen. Die eigenen Stärken fokussieren, zur Ruhe kommen und das Gedankenkarussell zum Anhalten bzw. in „geordnete Bahnen“ bringen – die Techniken, die Yoga und Meditation vermitteln sind gefragt wie nie. Laut einer Studie aus dem Jahre 2018 des Berufsverbands der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) haben bereits 11,3 Millionen Bundesdeutsche Yoga praktizert und praktizieren es aktiv. 12,5 Millionen können sich vorstellen, Yoga zukünftig zu lernen. Und wo und wann kann man besser neue Dinge ausprobieren als im Urlaub?

Was das Zukunftsinstitut 2016 in Aussicht stellte, ist heute eingetreten. Die Achtsamkeit zählt zu den wichtigsten, gesellschaftlichen Trends und spielt im Luxussegment eine hervorgehobene Rolle. Lesen Sie hier wie Grand Hyatt mit Klängen für erholsamen Schlaf sorgt und wie das 7Pines Kempinski auf Ibiza den drittmagischsten Ort auf der Welt geschaffen hat.

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